15.08.2016 - 1. Mannschaft, TOP-News

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Montag, 15. August 2016

Eine Reise durch die TuS-Geschichte

Ausstellung des „Hörstudio S“ blickt zurück auf 105 Jahre TuS Koblenz

Bild:
Foto: Dennis Smandzich

Werner Adam bleibt vor einem Foto aus dem Jahre 1978 stehen. Zu sehen ist eine Spielszene aus dem Ellenfeldstadion in Neunkirchen. Ein Torhüter, um die 30 Jahre alt, packt sicher zu und bewahrt damit seine Mannschaft vor einem Gegentor. „Das war der einzige Ball, den ich in diesem Spiel gehalten habe“, sagt Adam und erntet lautes Gelächter. Natürlich war das nur ein Witz, schließlich gehörte der frühere TuS-Keeper zu den besten seiner Zunft. Zusammen mit vielen weiteren historischen Erinnerungen aus über einem Jahrhundert Vereinsgeschichte ist das Bild in der „Hörstudio S“-Filiale in der Koblenzer Straße 236 im Rahmen der Ausstellung „Dein schönster TuS-Moment“ zu sehen.

„Die Idee hierzu ist am Anfang des Jahres entstanden“, erklärt Inhaber Robert Schmitz. „Alle reden immer nur von der Zweitligazeit und dem legendären 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Dabei hat die TuS - wie die Ausstellung beweist - noch einiges mehr zu bieten.“ Die von Schmitz in Zusammenarbeit mit Vereinsarchivar Tom Hardt aufbereitete Ausstellung ist der Öffentlichkeit noch bis zum 31. August kostenfrei im Rahmen der Geschäftszeiten (Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr) zugänglich.

Einer, der die TuS-Geschichte mitgeprägt hat, ist eingangs erwähnter Werner Adam. Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung nahm der 69-Jährige die geladenen Gäste, unter ihnen die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein sowie Staatssekretär David Langner, mit auf eine Zeitreise: „Ich bin sehr mit dem Verein verwachsen. In den 50er Jahren habe ich als kleiner Schüler immer mit meiner Mutter auf der Tribüne gesessen und meinem Papa zugeschaut.“ Vater Karl Adam gehörte zur legendären TuS-Mannschaft, die 1948 bis ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft stürmte. Später vererbte er das Torwart-Gen an seinen Sohn weiter. Und dieser plaudert aus dem Nähkästchen: „Es gab Zeiten, da haben wir mit der ersten und zweiten Mannschaft zusammen auf dem Oberwerth trainiert. Es waren also 30 bis 40 Spieler gleichzeitig im Training. Das kann man sich heute gar nicht vorstellen.“ Es war eben eine andere Zeit – und genau davon können sich die Besucher des „Hörstudio S“ nun selbst ein Bild machen.

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