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Montag, 14. August 2017

DFB-Pokal: Raus mit Applaus

Packender Pokalfight gegen Dynamo Dresden endet mit einer 2:3-Niederlage

Bild:
Foto: Tom Hardt

Die Überraschung ist ausgeblieben: Die TuS Koblenz ist in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals an Dynamo Dresden gescheitert. Ein Zwei-Klassen-Unterschied zwischen dem Regionalligisten und den Sachsen war vor 6300 Zuschauern in Zwickau über weite Strecken der Partie nicht zu erkennen. Am Ende musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Petrik Sander dem Favoriten knapp mit 2:3 (1:1) geschlagen geben.

Die Schängel erwischten einen Traumstart und gingen mit der ersten Torchance in Führung. Nach einem von den Dresdnern nur halbherzig geklärten Einwurf brachte Dimitrios Popovits den Ball in den gegnerischen Sechzehner. Über Dejan Bozic und André Marx kam die Kugel zurück zu Bozic, der eiskalt zur Koblenzer Führung abschloss (6.). Die Freude über das 1:0 währte auf Koblenzer Seite aber nur kurz. Dynamos Sascha Horvath mit einer flachen Hereingabe von der rechten Seite, am langen Pfosten entwischte Erich Berko seinem Gegenspieler und netzte aus kurzer Distanz zum schnellen Ausgleich ein (12.). Beide Seiten sorgten im weiteren Verlauf für einen unterhaltsamen Pokalfight mit etlichen Torchancen. Für die TuS vergab Andreas Glockner in der 21. Minute die erneute Führung, seinen Distanzschuss von der linken Seite konnte Dresden-Schlussmann Markus Schubert mit den Fingerspitzen noch zur Ecke klären. Auf der Gegenseite konnte sich auch der Koblenzer Keeper Chris Keilmann auszeichnen. Im Eins-gegen-Eins blieb der Torwart gegen Horvath Sieger und bewahrte damit seine Farben vor einem Rückstand (23.). Eine Viertelstunde später zog der Dresdner Lucas Röser aus rund 18 Metern gefährlich ab, ein Koblenzer Abwehrbein konnte die Kugel noch zur Ecke abfälschen (37.). Die Schängel lieferten gegen den Favoriten in den ersten 45 Minuten eine starke Vorstellung ab. Hinten stand die Sander-Elf diszipliniert und vorne setzten die Blau-Schwarzen immer wieder Nadelstiche. So wie auch eine Minute vor dem Pausenpfiff, als Bozic nach schöner Einzelleistung am Pfosten scheiterte.

Vier Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da sorgte Philip Heise für die Dresdner Führung. Der Dynamo-Spieler zirkelte einen Freistoß vom rechten Strafraumeck in den Winkel. Unbeeindruckt vom Gegentreffer starteten die Schängel in der 55. Spielminute einen Angriff. Nach einem Flankenball von Kevin Lahn konnte Torhüter Schubert die Kugel vor dem lauernden Bozic rausfausten, der anschließende Nachschuss von Popovits landete dann genau in die Arme des Keepers. In der Folge gewann Dynamo Dresden zunehmend die Oberhand. Aias Aosman hatte nach einem Konter alleinstehend vor Keilmann die Vorentscheidung auf dem Fuß, offenbarte aber Probleme bei der Ballannahme (64.). Acht Minuten später verpasste Röser am kurzen Pfosten nach einer Freistoß-Hereingabe von Heise nur knapp das 3:1. Die Dresdner inzwischen mit einem Chancenplus. Patrick Möschl visierte das lange Eck an, doch der aufmerksame Keilmann war auf dem Posten und konnte parieren (77.). Keine 60 Sekunden darauf sorgte ein Drehschuss von Berko aus knapp 16 Metern für Torgefahr, die Kugel ging links am Kasten vorbei. Dynamo verpasste es, den Sack zuzumachen und so kam die TuS neun Minuten vor dem Ende zum Ausgleich. Popovits nahm auf der rechten Seite Fahrt auf, zog in den Strafraum und brachte das Leder mit links in die Maschen unter. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Dresden fand die schnelle Antwort und ging durch Aosman, der den Ball unter die Latte nagelte, wieder in Führung (84.). Doch die tapferen Schängel gaben sich noch nicht geschlagen. Florian Ballas foulte im gegnerischen Strafraum Bozic – Elfmeter für die TuS. Glockner trat an, scheiterte aber am klasse reagierenden Torwart Schubert (87.). Das Sander-Team probierte noch einmal alles, doch die aufopferungsvoll kämpfenden Koblenzer sollten letztendlich nicht belohnt werden.

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