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Freitag, 29. Dezember 2017

Ihr seid TuS: Treue Fans und fleißige Helfer

Wir blicken zurück: Euer Verein, eure Geschichten

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Was wäre die TuS Koblenz nur ohne ihre treuen Fans? Ohne all diejenigen, die das Team lautstark anfeuern, die Mannschaft nach vorne treiben und sie zu allen Spielen begleiten. Und was wäre die TuS Koblenz nur ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer? Ohne all diejenigen, die ihre Freizeit für den Klub opfern, jederzeit auf Abruf bereitstehen und immer zur Stelle sind, wenn Not am Mann herrscht.

Jeder TuS-Anhänger hatte in diesem Jahr seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Doch eines eint Manfred Köhn, Thomas Weis, Andreas Maurer und Co.: Sie alle tragen das blau-schwarze Virus in sich. Zum Jahresende wollen wir noch einmal zurückblicken. Weil es einfach schön ist, solche Fans und Helfer im Rücken zu haben. Ihr seid TuS!

Quasi ein Fan der ersten Stunde ist Peter Weißgerber. Der 95-Jährige trägt die TuS Koblenz wie wohl kein Zweiter im Herzen. „Ich bin ein Schängel durch und durch“, sagt Weißgerber, der seit 1932 Vereins- und seit 1982 sogar Ehrenmitglied ist. Zu seiner aktiven Zeit hat der frühere Linksaußen selbst jahrelang die Schuhe für seinen Heimatverein geschnürt. „Ich habe an der Seite von Jupp Gauchel, Jakob Miltz und Günter Ahlbach gespielt. Diese Momente werde ich niemals vergessen“, so Weißgerber rückblickend. Auch heute noch verfolgt er intensiv das Geschehen rund um die TuS. Sein Wunsch für die Zukunft: „Ich fände es schön, wenn das Stadion mal wieder richtig voll ist. So wie damals, als die Leute teilweise auf der Laufbahn saßen.“

Zwar noch keine 85 Jahre, aber dennoch „gefühlt eine halbe Ewigkeit“ dabei ist Jens Dausner. In der damaligen Oberliga Südwest packte ihn Anfang der Jahrtausendwende das TuS-Fieber. Seither lässt ihn der Verein nicht mehr los. „Mit dem einen oder anderen Heimspiel fing es an. Später war ich auch auswärts immer häufiger dabei“, erzählt Dausner. Das familiäre Umfeld schätzt der 39-Jährige ganz besonders an der TuS: „Man kennt sich untereinander, trifft Gleichgesinnte und knüpft schnell neue Freundschaften. Alle stehen zusammen, auch in schwierigen Zeiten.“

Als „Herr der Auswechseltafel“ hatten wir euch dieses Jahr Thomas Weis vorgestellt. Seit 2004 liegt die Bedienung der Auswechseltafel in seinen Händen. „Es gilt, eine ruhige Hand zu haben, damit in der Aufregung nicht plötzlich eine falsche Ziffer aufblinkt“, berichtet Weis. Der sympathische Schängel ist längst nicht mehr aus dem Vereinsleben wegzudenken. „Ich bin bei der TuS quasi das Mädchen für alles“, so Weis, der seit 1995 TuS-Mitglied ist. „Auch wenn man vielleicht nur ein ganz kleines Rädchen vom Ganzen ist, so ist es trotzdem ein schönes Gefühl, dass man irgendwie dazugehört. Wir sind alle zusammen wie eine große TuS-Familie.“

Und zu dieser Familie gehört auch René Güls. Der 38-Jährige betreut nicht nur den Social-Media-Auftritt der TuS Koblenz (Facebook, Twitter und Co.), sondern kümmert sich seit rund sechs Jahren auch um die IT-Infrastruktur am Stadion Oberwerth „Hier sind ein Server, das Netzwerk und der Internetanschluss zu betreuen sowie viele kleine und große Wehwehchen der Geschäftsstellenmitarbeiter zu lösen“, erzählt Güls. Trotz reichlich Arbeit ist er gerne ehrenamtlich für die TuS unterwegs: „Wir sind ‚anders‘, natürlich absolut im positiven Sinne. Wir sind eine bunte Ansammlung von ganz vielen engagierten und sicherlich auch verrückten Menschen, die versuchen, den Verein gemeinsam dahin zu bringen, wo er hingehört.“

Der Fanshop-Wagen ist sein Revier – die Rede ist natürlich von Olaf Bückner. Der Lahnsteiner ist seit 2012 zweiter Vorsitzender des Dachverbandes Koblenzer Fanclubs e.V. und als Geschäftsführer der ‚DKF Merchandising UG‘ für den Fanartikelverkauf zuständig. Über mangelnde Arbeit kann er sich nicht beschweren. An Heimspieltagen ist Bückner bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff mit den ersten Vorbereitungen beschäftigt. Dass er das Einlaufen der Mannschaften schon lange nicht mehr mitbekommen hat (Bückner: „Da ist die Bude halt noch geöffnet“), nimmt er gerne in Kauf: „Schließlich habe ich durch die Arbeit im Fanshop-Wagen schon so viele sensationelle Leute kennengelernt, die den Verein lieben.“

Die Geschichte von Andreas Maurer ging ans Herz: Der TuS-Fan erlitt Anfang des Jahres mehrere Schlaganfälle, lag drei Tage lang im Koma. Mittlerweile hat sich Maurer ins Leben zurückgekämpft. „Schängel geben niemals auf“, so der Andernacher, der in den letzten Jahren kaum ein Spiel verpasst hat. Ein Leben ohne die TuS kann sich Maurer inzwischen gar nicht mehr vorstellen, zu sehr ist ihm der Klub ans Herz gewachsen: „Die TuS fesselt. Das ist Leidenschaft pur und einfach nur packend.“

Dass Liebe keine Entfernung kennt, beweist Markus Hänsch. Er wohnt im rund 400 Kilometer entfernten Bad Saulgau bei Pfullendorf und ist dennoch ein leidenschaftlicher TuS-Anhänger. „Trotz der weiten Entfernung habe ich den Verein ganz fest ins Herz geschlossen“, sagt Hänsch, der vor einigen Jahren sogar ein neunmonatiges Praktikum bei der TuS absolviert hat. Nach Koblenz kommt er immer wieder gerne. „Jeder kennt hier jeden. Alle halten zusammen und packen mit an. Keiner ist sich zu schade, um zu helfen“, so der treue Fan.

Apropos Fan: Seit 2013 ist Christian Krey offiziell Fanbeauftragter der TuS Koblenz. Seine Aufgaben sind vielfältig. „Im Grunde mache ich alles, was das Thema Fans betrifft. Wichtig ist, dass man präsent ist und als Ansprechpartner dient. Für die Fans und den Verein, genauso aber für Ordnungsdienst und Polizei“, berichtet Krey. Der 37-Jährige ist natürlich selbst ein großer TuS-Anhänger. Mit einem Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München fing im September 2005 alles an. „Ich habe mich wie damals ein kleines Kind gefreut, dass wir die Bayern mit 4:0 aus dem Stadion geschossen haben“, erinnert sich Krey.

Nie um einen flotten Spruch verlegen, eine markante Stimme und immer mit Leidenschaft dabei: Seit über zwei Jahren ist Nils Lappahn als Stadionsprecher der TuS Koblenz einfach nicht mehr wegzudenken. Dabei hatte er vor seinem ersten Einsatz „ein bisschen Bammel“, wie Lappahn zugibt: „Bei den Fans war ich bis dato doch ein absoluter No-Name.“ Die Anfangsnervosität hat sich längst gelegt, Lappahn schwärmt regelrecht: „Die Aufgabe macht mir sehr viel Spaß. Ich fühle mich unglaublich wohl und auch voll akzeptiert. Am Anfang hatte ich Interesse an der Sache, dann habe ich mich in die TuS verknallt und mittlerweile kann ich sagen, dass ich verliebt bin.“

Und da wäre zu guter Letzt noch Manfred Köhn. Der 72-Jährige sitzt seit 1988 jedes Heimspiel-Wochenende in seinem roten Kassenhäuschen und verkauft Tickets. Auf kuriose Art und Weise ist Köhn damals zu dieser Aufgabe gekommen: „Ich sollte ursprünglich Schatzmeister der TuS werden. Dazu fehlte mir aber die Zeit. Also ging ich einen Kompromiss ein.“ Aus der Ruhe bringen kann ihn so leicht nichts, der frühere Finanzbuchhalter behält immer einen kühlen Kopf. „Ich hatte mein ganzes Leben lang mit Geld zu tun. Da entwickelt man über die Jahre einfach eine gewisse Routine“, so Köhn, der natürlich selbst ein glühender TuS-Fan ist: „Ich habe seit 1964 höchstens zehn Heimspiele verpasst. Damals bin ich vom Niederrhein hierhin gezogen und war sofort begeistert. Vom ersten Tag an hat mich der Verein nicht mehr losgelassen.“

Tolle Geschichten, tolle Persönlichkeiten! Danke, dass ihr immer mit so viel Herzblut dabei seid!

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