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Dienstag, 20. Februar 2018

Interview mit Anel Dzaka: „Wir können es nur gemeinsam schaffen“

Vor dem Auswärtsspiel beim VfR Wormatia Worms sprachen wir mit dem Interimstrainer

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Er war jahrelang Publikumsliebling, der Mann der wichtigen und bisweilen wunderschönen Tore. Seit dieser Woche trainiert Anel Dzaka die TuS Koblenz. „Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Was in der Vergangenheit liegt, ist vorbei“, sagt der 37-Jährige im Gespräch mit unserer Homepage.

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter dir. Höchste Zeit, dass am Samstag endlich der Ball rollt, oder?

Anel Dzaka: Absolut. Ich freue mich auf das Spiel, die Jungs natürlich auch. Wir haben sehr gut trainiert, es war richtig Feuer und Aggressivität drin. Man spürt, dass die Spieler bereit sind und wollen. Das konnte man in den Trainingseinheiten sehen.

Du warst bisher als Trainer ausschließlich im Juniorenbereich tätig. Nun wartet auf dich der harte Alltag – Abstiegskampf. Hast du keine Angst vor dieser Aufgabe?

Dzaka: Nein, überhaupt nicht. Ich hatte auch schon damals als Spieler keine Angst. Respekt ja, aber keine Angst. Ich werde meine ganze Kraft und Energie einsetzen. Aber eines ist auch klar: Wir können es nur gemeinsam schaffen.

Du musstest also nicht lange überlegen und hast sofort zugesagt?

Dzaka: Genau, alles ging sehr schnell. Natürlich war ich im ersten Moment auch ein wenig überrascht von der Anfrage. Aber für mich ist die TuS eine absolute Herzensangelegenheit, da konnte ich gar nicht Nein sagen. Jeder weiß, wie sehr ich an dem Verein hänge. Koblenz ist über die Jahre meine Heimat geworden.

Jeder Trainer hat seine eigene Idee von Fußball.

Dzaka: Das ist bei mir nicht anders. Aber ich kann natürlich nicht von heute auf morgen alles ändern. Ich werde versuchen, den Spielern meine Philosophie weiterzugeben. Wichtig ist, dass wir Struktur in unser Spiel bringen und uns mehr Chancen herausarbeiten.

Welche Eindrücke nimmst du aus den ersten Trainingseinheiten mit?

Dzaka: Ich habe viele Einzelgespräche geführt und auch im Training viel mit den Jungs gesprochen. Ich weiß, dass in der Mannschaft super Charaktere sind. Das habe ich den Spielern auch direkt am ersten Tag gesagt. Jetzt gilt es, eine andere Mentalität auf den Platz zu bringen. Ich bin mir sicher, dass uns das auch gelingen wird.

Mentalität ist ein gutes Stichwort. Zu deiner aktiven Zeit warst du immer einer, der Herzblut gezeigt und sich voll mit dem Verein identifiziert hat.

Dzaka: Genau diese Mentalität will ich der Mannschaft auch vermitteln. Ich habe in meiner Karriere immer alles gegeben. Laufen, kämpfen, beißen – ohne diese Tugenden kann man im Fußball nicht bestehen. Bei der TuS Koblenz erst recht nicht.

Wie bewertest du die Lage im Abstiegskampf?

Dzaka: Keiner kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, wie viele Mannschaften am Ende der Saison tatsächlich absteigen müssen. Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren und von Spiel zu Spiel denken. Vor uns liegen noch 13 Begegnungen. Alles andere können wir ohnehin nicht beeinflussen.

Du hast Michael Stahl zum neuen Kapitän ernannt.

Dzaka: Das stimmt. Es war keine Entscheidung gegen André Marx, das habe ich ihm und der Mannschaft auch so mitgeteilt. Ich schätze André sehr, wir haben früher auch zusammengespielt. Aber er war zuletzt nicht zu 100 Prozent fit und hatte immer wieder Schmerzen. Er soll sich jetzt auf sich und seinen Körper konzentrieren. Michael wird die Mannschaft anführen, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Führungsspieler wie er sind in dieser Situation gefordert.

Steckt in der Mannschaft mehr Potenzial, als es die Tabelle vermuten lässt?

Dzaka: Davon bin ich überzeugt. Ich habe das Spiel gegen den FSV Frankfurt verfolgt. Das war nicht die Mannschaft, die ich kenne. In der Truppe steckt genug Qualität. Die Jungs wissen das auch. Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Was in der Vergangenheit liegt, ist vorbei. Unser Fokus liegt auf Wormatia Worms.

Du sprichst den kommenden Gegner an. Wie ist deine Einschätzung für Samstag?

Dzaka: Worms ist sicherlich ein guter Gegner. Aber wir müssen uns vor keinem verstecken. Wir werden versuchen, das Spiel mutig und offensiv anzugehen. Wenn wir alles rausholen, bin ich überzeugt davon, dass wir in Worms gewinnen werden.

Das Gespräch führte Dennis Smandzich.

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