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Dienstag, 11. September 2018

Ibrahim Ghazi: Mit der TuS Koblenz durch dick und dünn

Der 40-Jährige ist unser „Fan der Woche“

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„Ach, den Ibi kennt doch jeder hier“, lacht ein Fan und klopft Besagtem auf die Schulter. Mit ‚Ibi‘ ist Ibrahim Ghazi gemeint. Und ja, der 40-Jährige ist in der TuS-Familie tatsächlich bestens bekannt. Als leidenschaftlicher Anhänger und fußballverrückter Schängel. „Vor über elf Jahren hat alles angefangen. Seitdem lässt mich der Verein nicht mehr los“, sagt unser Fan der Woche.

Es sind noch zwei Stunden bis zum Anpfiff. Ibrahim Ghazi ist einer der wenigen, die sich bereits im Stadionbereich aufhalten. „An Spieltagen bin ich immer besonders nervös. Da kann ich es vor Aufregung kaum aushalten“, so Ghazi. Er hat für heute ein gutes Gefühl, hofft auf einen Heimsieg seiner TuS. „Ein 2:1 wäre schön“, sagt Ghazi, während er die Spieler einzeln abklatscht. „Viel Erfolg, Jungs“, ruft er ihnen noch schnell hinterher, bevor sie in die Kabine verschwinden.

Auch Ibrahim Ghazi verschwindet für einen kurzen Moment. Er baut auf der Haupttribüne seine Kamera samt Stativ auf. „Das Filmen ist meine große Leidenschaft“, erzählt er und schließt die Gerätschaften an. „Hoffentlich kann ich gleich ein paar schöne Tore von uns einfangen“, so sein Wunsch.

Auf seiner Festplatte sind unzählige Stunden Videomaterial gespeichert. Kein Wunder, schließlich verpasst der 40-Jährige so gut wie kein Heim- und Auswärtsspiel. Wenn es zeitlich passt, geht er sogar auf Spielbeobachtung und studiert den nächsten Gegner der TuS. „Ich bin ja noch jung und reise gerne durch die Gegend“, berichtet der Schängel. Die Aufnahmen stellt er anschließend dem Koblenzer Trainerteam zur Verfügung. „Das mache ich doch gerne“, sagt Ghazi wie selbstverständlich.

Der Anpfiff rückt näher, und bei Ibrahim Ghazi steigt die Anspannung von Minute zu Minute. Als die Spieler endlich einlaufen und die ersten Anfeuerungsrufe durch das Stadion schallen, ist auch er voll dabei. „Die TuS lebt. Ich finde es klasse, dass die Fans auch in schwierigen Zeiten weiter hinter dem Verein stehen. Der Zusammenhalt ist da, es herrscht eine familiäre Atmosphäre. Das ist sehr wichtig“, so Ghazi.

Sein Eindruck von der neuen Mannschaft ist positiv: „Die Spieler sind alle sehr nett und ehrgeizig. Das Team hat auf jeden Fall Potenzial für die Oberliga. Ich hoffe auf einen guten Mittelfeldplatz.“ Lob gibt es auch für Trainer Anel Dzaka. „Mich hat es sehr gefreut, dass er im Sommer weitergemacht hat. Er und Co-Trainer Admir Softic können bei der TuS etwas bewegen“, ist sich Ibrahim Ghazi sicher.

Die 90 Minuten im Stadion Oberwerth sind fast vorbei. Die TuS drängt noch einmal auf den Ausgleich, doch der erhoffte Punktgewinn bleibt am Ende leider aus. Dafür lief es jüngst in Karbach umso besser. Beim Last-Minute-Siegtreffer von Youngster Felix Könighaus war auch Ghazi außer Rand und Band. „Dieser Sieg ist ganz wichtig für die Moral“, weiß der Niederfeller.

Beim kommenden Heimspiel wird man Ibrahim Ghazi natürlich wieder im Stadion Oberwerth antreffen. Und dann wird es bis zum ersten Schulterklopfer auch nicht lange dauern. Denn: „Den Ibi kennt doch jeder hier.“

▪ Ihr wollt auch einmal „Fan der Woche“ werden? Dann schreibt einfach eine kurze E-Mail an stadionmagazin@tuskoblenz.de und verratet uns, warum ausgerechnet ihr vorgestellt werden sollt – und schon bald werden wir euch und eure Geschichte präsentieren!

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