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Donnerstag, 15. November 2018

Dramatik pur: Schängel gewinnen Elfmeterschießen gegen Trier!

Koblenzer ziehen nach Nervenkrimi ins Pokal-Halbfinale ein – Nun gegen Sportfreunde Eisbachtal

Bild:
Foto: Mark Dieler

Das war an Nervenkitzel nicht zu überbieten: Die TuS Koblenz ist nach einem hochdramatischen Elfmeterschießen ins Halbfinale des Rheinlandpokals eingezogen. Vor 1755 Zuschauern im Stadion Oberwerth setzten sich die Schängel mit 5:3 (1:1, 1:1, 0:0) gegen Eintracht Trier durch.

Beide Mannschaften lieferten sich einen intensiven Pokalfight – von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die TuS begann druckvoll und kam in der achten Spielminute zum ersten vielversprechenden Angriff. Nach einem weiten Zuspiel von Daniel von der Bracke drang Leon Waldminghaus in den gegnerischen Sechzehner ein. Der Youngster spielte das Leder klug in den Rückraum zu Felix Käfferbitz, der die Kugel jedoch nicht mehr entscheidend kontrollieren konnte.

Nur 60 Sekunden später waren die Schängel bereits schon wieder im Vorwärtsgang, Alen Muharemi probierte es für die TuS aus rund 18 Metern. Und auch bis zur nächsten Chance dauerte es nicht lange. Bei einem direkten Freistoß von TuS-Kapitän Michael Stahl aus zentraler Position fehlte nicht viel zum Torerfolg (11.). Die beste Gelegenheit zur Führung hatte jedoch Waldminghaus. Nach einem Trierer Eckball konterte die TuS blitzartig. Waldminghaus war auf und davon, kam zum Abschluss, musste sich dann aber Gästekeeper Johannes München geschlagen geben (24.).

Trier kam im gesamten ersten Durchgang nur einmal nennenswert zum Abschluss, als Dominik Kinscher vom linken Strafraumeck das Außennetz traf (38.). Fast von der identischen Position prüfte auf der Gegenseite Felix Könighaus den SVE-Torwart, der auf Nummer sicher ging und das Leder wegfaustete (40.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs erhöhte Trier die Schlagzahl. Der bis hierhin überhaupt nicht geprüfte Dieter Paucken war nach Wiederanpfiff direkt gefordert. Bei einem Kopfball von Maurice Roth war der Koblenzer Torwart sensationell noch mit einer Hand dran und lenkte das Leder an die Latte (48.). Keine Chance hatte Paucken dagegen wenig später, als Kinscher den Ball unter Mithilfe des rechten Pfostens in die Maschen setzte – das 1:0 für die Eintracht (57.).

Trier nun euphorisiert, doch die Schängel hatten die passende Antwort parat. Der Ausgleichstreffer von Amodou Abdullei brachte das Stadion Oberwerth in der 68. Spielminute zum Erbeben. Eine Rechtsflanke von Justin Klein verwertete der Torjäger sehenswert zum 1:1 ins lange Eck.

Das Momentum lag nun auf Seiten der TuS. So probierte es Klein mit einem Schuss von rechts (76.), zudem kam Abdullei nach Zuspiel des eingewechselten Rudolf Gonzalez zu einer guten Kontergelegenheit (77.).

Auch in der Schlussviertelstunde schenkten sich beide Teams weiterhin nichts, es wurde um jeden Zentimeter gefightet. Selbstredend, dass die Spannung in diesem packenden Pokalderby immer weiter stieg. Vor allem die letzten Minuten der regulären Spielzeit hatten es dann noch einmal in sich. Fünf Minuten vor dem Ende war es Routinier Paucken, der seine Mannschaft mit einer Glanzparade gegen Maurer vor einem Rückstand bewahrte. Und auch auf der anderen Seite bestand die Möglichkeit zum Lucky Punch: Eine Ecke von links rutschte durch zum aufgerückten von der Bracke, der das Leder am zweiten Pfosten nur um Zentimeter verpasste (88.). Wenig später waren die 90 Minuten vorbei – und der Showdown ging in die Verlängerung.

Dort wurden die Nerven aller Beteiligten überstrapaziert. Der Pokalfight entwickelte sich mehr und mehr zu einem reinen Geduldsspiel. Keine Mannschaft wollte den womöglich spielentscheidenden Fehler machen, und so blieb die 30-minütige Extra-Zeit ohne einen nennenswerten Abschluss auf beiden Seiten.

Der letzte Akt einer epischen Pokalnacht stand damit bevor – das Elfmeterschießen. Admir Softic übernahm für die TuS als Erster die Verantwortung – und verwandelte sicher. Ganz im Gegensatz zu Eintracht-Kapitän Maurer, der die Kugel links neben das Tor setzte.

Es ging Schlag auf Schlag weiter. Gonzalez wollte für seine Schängel nachlegen, doch er scheiterte an SVE-Keeper München. Aber die TuS hatte ja noch Teufelskerl Paucken in ihren Reihen. Der überragende Koblenzer Schlussmann stellte nach einem verwandelten Elfmeter von Daniel von der Bracke einmal mehr seine Qualitäten als Elfmeterkiller unter Beweis. Mit einer ganz starken Fußabwehr parierte er den Schuss von Julien Erhardt.

Die TuS lag nun also wieder knapp in Front. Nach einem weiteren verwandelten Elfmeter von Giovani Lubaki lag es an Stahl, dem Nervenkitzel zu später Stunde ein Ende zu setzen. Der TuS-Kapitän schritt zur Tat, führte den Elfmeter aus – und markierte den 5:3-Endstand.

Eine epische Pokalnacht ging damit zu Ende, der Jubel im Stadion Oberwerth hielt dagegen noch eine ganze Weile an. Der nächste schwere Brocken war aus dem Weg geräumt. Im Halbfinale geht es für die Schängel nun mit einem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Eisbachtal weiter.

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